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Mistelplage

Mangelnde Baumpflege fördert den Mistelbefall

Früher galt die Mistel als heiliger Glücksbringer. Mit ihrer immergrünen Farbe war sie ein Zeichen der Götter und das Symbol der Weisheit, der Fruchtbarkeit und des Wachstums. Nur Druiden durften sie sammeln. Man stellte aus den Misteln Medizin und aus den Beeren Vogelleim her, den man nutzte, um Vögel zu fangen.

Heutzutage ist es insbesondere zu Weihnachten noch Brauch, an der Zimmerdecke oder über der Haustür Mistelzweige aufzuhängen. Angeblich soll das Mistelgrün Liebenden, die sich unter einem Mistelzweig küssen, andauerndes Glück bringen.

Bei allem Brauchtum und dem optisch ansprechenden Aussehen der Mistel, darf man aber nicht übersehen, dass sie zu den (epiphytischen) Parasiten und zu den Halbschmarotzern zählen. Als Aufsitzerpflanze zerstören sie die Zellwände der Bäume, treiben spezielle Saugwurzeln in das Wirtsgewebe und zapfen damit deren Leitungsbahnen an, um Wasser und Nährsalze aufzunehmen. Misteln können bis zu 70 Jahre alt werden. Die Beeren der Mistel sind klein, weiß-schimmernd und klebrig, mit einem einzelnen Samen im Inneren. Vor allem Vögel sorgen dafür, dass sich Misteln immer weiter ausbreiten. Sie fressen die Beeren und scheiden später die Samen, die auch nach der Verdauung keimfähig sind, auf den Bäumen wieder aus. Dort können sie sich dann entwickeln. Misteln wachsen vergleichsweise langsam. Erst im zweiten Jahr bildet sich der erste verzweigte Spross mit ledrigen Laubblättern. Bis die Pflanze ihre typische kugelige Form erreicht, vergehen viele weitere Jahre.

Wegen der schnellen Verbreitung schlägt der Naturschutzbund NABU bereits Alarm und rät dazu, die befallenen Bäume zu beschneiden. Das sei die einzige wirksame Methode, die weitere Verbreitung der Misteln zu verhindern. Der NABU rät, im Spätwinter bis zum zeitigen Frühjahr, befallene Obstbäume zu beschneiden. Äste mit Mistelbefall sollten 30 bis 50 Zentimeter ins gesunde Holz zurück abgesägt werden.

 Mistelplage vorher  Mistelplage nachher
 VOR dem Beschneiden  NACH dem Beschneiden 

 

Verwilderung und Mistelbefall infolge mangelnder Baumpflege ist auch in unserer Gegend zum Problem geworden. Daher wurden in Udenhausen die der Ortsgemeinde gehörenden Bäume der Obstbaumalleen durch Freiwilligenarbeit vom Mistelbefall befreit.

Besitzer von Obstbäumen und Streuobstwiesen sollten dies im eigenen Interesse ebenfalls tun.

Hier einige Bilder von den Arbeiten in Udenhausen:



Text-Quellen: | MDR-Garten| Mein schöner Garten| NABU

 

Vielen Dank an alle Freiwilligen! ...das Team von "Natur bewahren e.V."


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